Meine Rede im Bayerischen Landtag zum Grünen Dringlichkeitsantrag „Schulfamilie entlasten-Faschingsferien in Bayern beibehalten“

Meine Rede im Bayerischen Landtag zum Grünen Dringlichkeitsantrag „Schulfamilie entlasten-Faschingsferien in Bayern beibehalten“

Meine Rede im Bayerischen Landtag zum Grünen Dringlichkeitsantrag „Schulfamilie entlasten-Faschingsferien in Bayern beibehalten“ 1080 1080 Landtagsabgeordnete Anna Schwamberger

Schulfamilie entlasten – Faschingsferien in Bayern beibehalten

Grüner Dringlichkeitsantrag im Plenum am 4.2.21 – Anna Toman: Ferienwoche nutzen, um Schulbetrieb bis zu den Osterferien gut aufzustellen
Unser Grüner Dringlichkeitsantrag vom 04.02.21:
Schulfamilie entlasten: Beibehaltung der Faschingsferien in Bayern!
Ferienwoche nutzen, um Schulbetrieb bis zu den Osterferien gut
aufzustellen

Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, die Streichung der Faschingsferien rückgängig zu

machen, um einerseits der Schulfamilie die dringend benötigte pädagogische Verschnaufpause

einzuräumen und andererseits die Ferienwoche zu nutzen, um den Schulbetrieb nach dem 22.

Februar 2021 entsprechend zu organisieren und zu regeln.

Begründung:

Derzeit befinden wir uns in einer sehr kritischen Infektionslage. Auch wenn bayernweit

die Inzidenzwerte sinken, so bergen die neuen Mutationen die Gefahr von sogenannten

Infektionsexplosionen, so wie wir sie schon in anderen Ländern und Bundesländern beobachten

können. Gleichwohl müssen wir davon ausgehen, dass ein Infektionsschutz aufgrund von

Impfungen noch lange nicht gewährleistet werden kann.

In Bayern findet mindestens bis zu 14. Februar 2021 größtenteils Distanzunterricht statt. Nur

Schüler*innen der Abschlussklassen können derzeit in Präsenz unterrichtet werden. Wenn nach

dem Lockdown wieder verstärkt Präsenzunterricht aufgenommen werden kann, so müssen aus

unserer Sicht zunächst die Kleinen von der Schulöffnung profitieren.

Klar ist: Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte befinden sich seit über einem Jahr in einem

Ausnahmezustand. Sie alle tun ihr Bestens, die Belastungen sind enorm. Die Schulfamilie

braucht eine kleine – pädagogisch sinnvolle – Verschnaufpause über die Faschingsferien. Die

Schulfamilie selbst verlangt hier klar nach einer politischen Unterstützung. So etwa der abl-

Vorsitzender Pankraz Männlein: „Der Bayerische Landtag hat die Winterferien 2002 eingeführt

mit der Begründung, dass sich in der längsten Unterrichtsphase durch die Ferien eine kleine,

aber pädagogisch sinnvolle Erholungspause ergibt, die den Schülern die Gelegenheit gibt, neue

Kraft zu schöpfen und Lücken zu schließen. Und jetzt streicht die Politik diese Ferien mitten in

der Pandemie, in dieser besonders anstrengenden und kräftezehrenden Zeit.“ Es ist nicht zu

verantworten, dass die Schulfamilie in diesem Ausnahmezustand viele Wochen am Stück

zum Beginn der Osterferien durchlernen bzw. -arbeiten muss. Daher lehnen wir eine Streichung

der Faschingsferien ab. Statt die Faschingsferien zu streichen, muss alles dafür getan werden,

die Lage zu verbessern, so dass die Kleinen zuallererst von Lockerungen profitieren können.

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